Rot-Grün fördert Hamburger Clubszene

Veröffentlicht am 26. November 2015 Keine Kommentare

Pressekonferenz ClubförderungHeute habe ich mit meinen Kollegen Farid Müller und René Gögge von den Grünen unsere Initiative zur Stärkung der Hamburger Musikclub-Szene gemeinsam mit dem Clubkombinat im Uebel & Gefährlich vorgestellt. Mit 150.000 Euro werden wir die Clubstiftung zur Förderung der Hamburger Clubszene unterstützen.

Die Hamburger Clubszene ist vielseitig, lebendig und über die Grenzen der Stadt hinaus auch international bekannt. Viele musikalische Karrieren haben in Locations wie dem „Molotow“ ihren Anfang genommen. Aufstrebende Talente finden ihr Publikum auch im „Logo“, dem „Fundbureau“, dem „Uebel & Gefährlich“ oder dem „Westwerk“. Die schwimmende Musikspielstätte „MS Stubnitz“ ist einzigartig in Deutschland. Diese Hamburger Clubs wollen die rot-grünen Regierungsfraktionen mit einer Initiative zur nächsten Bürgerschaftssitzung jetzt mit 150.000 Euro aus dem Sanierungsfonds 2020 unterstützen.

Mein Statement auf der Pressekonferenz soll nochmal unterstreichen, um was es uns geht: „Hamburg hat eine quirlige Musikszene mit tollen Musik-Clubs und vielfältigem Programm. In letzter Zeit konnten viele neue Musikclubs eröffnet werden und wir haben beim oft postuliertem ‚Clubsterben‘ den Turn-Around geschafft. Damit das so bleibt, wollen wir auch die bestehenden Spielstätten dauerhaft erhalten. Die Clubstiftung leistet zur Unterstützung der Musikclubs tolle Arbeit und trägt zur Vielfalt der Hamburger Musikstadt bei, kann aber aufgrund der begrenzten Mittel auch nicht jedes Problem lösen. Wir greifen der Clubstiftung unter die Arme und zeigen, dass wir an der Seite der Hamburger Musikszene stehen.“

René Gögge, kulturpolitischer Fachsprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion hat das Ganze nochmal ergänzt: „Unsere angesagten Live-Clubs bereichern die Hamburger Musikszene. Für das kulturelle Angebot Hamburgs sind sie ebenso wichtig wie Musical-Häuser, Oper und Laeiszhalle. In unserer Stadt reicht das Angebot von Mando Diao bis Mendelssohn Bartholdy. Und genau das lockt auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Besonders stolz macht mich, dass viele – inzwischen – international bekannte Bands als Musik-Nachwuchs auf Hamburger Clubbühnen auftraten. Die Betreiberinnen und Betreiber der Locations beeindrucken durch ihren unglaublichen Enthusiasmus. Trotzdem können sie größere Investitionen oft nicht allein stemmen. Wir wollen den Clubs daher mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds den Rücken stärken, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.“

Wolf von Waldenfels, Betreiber des Uebel & Gefährlich und Vorstandsmitglied des Clubkombinats, erklärte die Bedeutung dieser Fördermaßnahme: „Für Musikclubs, die sich der musikalischen Talententwicklung verschreiben, bestehen keine Möglichkeiten finanzielle Rücklagen für Sanierungen und notwendige Investitionen aufzubauen. Spätestens zum Sommer sind alle Überschüsse aus den Herbst- und Wintermonaten verbraucht. Von daher ist diese Hilfe ein enorm wichtiges Signal und wird hoffentlich auch in den Folgejahren bestehen, um den bestehenden Sanierungsstau in der Hamburger Clublandschaft zu beheben.“

Ich setze mich schon seit meiner Zeit als Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung für die Musikclubs in Hamburg ein und habe das in der Bürgerschaft intensiviert. Viele Bausteine greifen hier ineinander, ob „Clubplakat“, Erhalt der Stubnitz, Runder Tisch Musikclubs, Stärkung der Hamburger Musikwirtschaft, Unterstützung im Streit mit der GEMA oder wie jetzt die direkte finanzielle Unterstützung. Eine vielfältige und kreative Musikszene braucht Spielstätten und diese haben es nicht immer leicht und brauchen unsere Unterstützung.

Kategorie : Politik
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