Hamburg wird „Hotspot-City“

Veröffentlicht am 3. September 2013 16 Kommentare

Tolle Nachricht für alle Internetsurfer in Hamburg. Die Telekom hat heute angekündigt, dass Hamburg zur „Hotspot-City“ werden soll. Ab sofort wird man in Hamburg eine Stunde kostenlos surfen können und die Telekom will die Hotspots weiter ausbauen.

Hamburg wird laut Telekom-Angaben als erste deutsche Stadt großflächig mit WLAN-Technologie ausgerüstet. Im ersten Schritt hat die Telekom den Hafenbereich mit den touristischen Zentren um die Landungsbrücken, Fischmarkt und das Cruise Terminal Altona ausgebaut. Es folgen der Ausbau der großen Shopping-Meilen Mönckebergstrasse, Jungfernstieg, Gänsemarkt sowie Große Bleichen. Später kommen dann St. Pauli und der Bereich um die Reeperbahn hinzu. Rund 500 einzelne Hotspots betreibt die Telekom bereits in Hamburg an Standorten wie am Flughafen, oder in Cafés. Auch an diesen Zugängen ist das Surfen ab sofort in der ersten Stunde kostenlos.

Ich freue mich sehr über diesen Vorstoß. Hamburg bekommt damit ein tolles Angebot und untermauert seinen Anspruch als Internethauptstadt. Die SPD hat das Thema frei-verfügbares Internet in Hamburg seit Beginn der Legislaturperiode ganz oben auf die Agenda gesetzt. Wir haben hierzu Anträge in die Bürgerschaft eingebracht, eine Bundesratsinitiative zur Störerhaftung gestartet und es gab vor der Sommerpause auf unseren Vorschlag hin eine Expertenanhörung. Nun können wir einen sehr großen Erfolg vermelden.

[via Telekom.com: „Größte Baustelle für Deutschlands Zukunft“]

Kategorie : Politik
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16 Kommentare zu “Hamburg wird „Hotspot-City“”

  1. Lucas says:

    Für die SPD ist das Thema „Internet“ glücklicherweise kein #Neuland. Ich freue mich über solch tollen Nachrichten von der Elbe. Schön, dass die Telekom den Ausbau der „Internethauptstadt“ so unterstützt.

  2. 17+4 says:

    Gähhhn. Telekom will Hotspots machen … sowas gehört ersten ausgeschrieben und nicht via Selbstangebot an einen Monopolisten gegeben. Wieviel Volumen sind denn in der ersten Stunde drin? 1 MByte? Geschwindigkeiten wie bei ISDN? Was kostet die zweite Stunde? Brauch ich nen Account für die Nutzung, um damit mein Bewegungsprofil schon personalisiert zu bekommen?

    Sorry, aber Überschrift klingt gut, Text ein Snippet aus der Internet Hölle.

  3. 17+4 says:

    Achso und Zweitens: Es gibt sowas wie Freifunk. DAS könnte mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Das ist zukunftsweisend und langfristig günstiger für die Stadt. Aber Netze in bürgerhand sind ja bäbä, kann ja kein Verfassungsschutz und keine Polizei mitschnorcheln.

  4. Die Telekom hat doch kein Exklusivrecht auf irgendwas, also sehe ich keine Notwendigkeit für eine Ausschreibung.

    Jeder kann ja für sich entscheiden, ob es sich um ein attraktives Angebot handelt. Die einen mögen lieber ein kommerzielles Angebot wie das von der Telekom, andere lieber ein nicht-kommerzielles, wie das der Freifunker. Die Freifunker waren auch als Experten bei der Anhörung im Ausschuss eingeladen und es gibt hier auch weitere Gespräche auf verschiedenen Ebenen.

  5. Lucas says:

    Ich wollte es ja so nicht sagen, aber es klingt durchaus so, als würde die Telekom das einfach so machen (natürlich mit wirtschaftlichen Interessen) und nicht durch einen Auftrag von der Stadt Hamburg. Also 17+4, keine Panik 🙂

  6. Lucas says:

    Übrigens auch an dieser Stelle ein kleiner Vorschlag/Tipp/Anregung:

    Eine „neue Kommentare“ bzw. „Antworten auf meine Kommentare“ Benachrichtigungs-Funktion wäre klasse 🙂

  7. 17+4 says:

    Ja genau, weil es Mitbewerber auch wirklich leichter haben werden, eigene Dienste an zu bieten. Der Senat und die SPD könne sich für ne faule Sache sich „Internet Partei“ auf die Fahne schreiben. Und beim Nutzer kommt ne funktional kaputte Sache an. Lahm, ab 2. Stunde teuer.
    Für die Reeperbahn brauchste nen Account bei der Telekom, für die Hafencity einen von O2. Und am Hauptbahnhof ist $kleiner_hanseatischer_Anbieter mit dem dritten Account.

    Kümmert euch um die Störerhaftung, was meint ihr was es dann in kürzester Zeit für ein WLAN Netz gibt.

  8. Zur Störerhaftung habe ich doch eine Bundesratsinitiative angestossen. Trotz einstimmigen Beschlusses der Justizministerkonferenz und des Bundesrats hat die Bundesregierung bisher handeln verweigert.

  9. 17+4 says:

    Was jetzt keine Antwort auf die funktionale Kaputtität ist.

    Warum nicht gleich auf EU Ebene eine Entscheidung herbei führen? Dann dauerts noch länger 🙂

  10. Freifunker says:

    Es gibt weitere Gespraeche mit Freifunkern? Wo? Mir sind noch keine untergekommen.

  11. Leo says:

    Durch ein kommerzielles Angebot wird Hamburg mitnichten zur Internethauptstadt. Nach einer Stunde befinde ich mich dann wieder im Niemandsland.

    Ich empfehle Freifunk Hamburg (http://hamburg.freifunk.net/).
    Nicht kommerzielles, freies WLAN für alle. Und jeder kann sich daran beteiligen.

  12. Die Freifunker waren auch zur Expertenanhörung eingeladen. Wir waren vorher schon im Gespräch und sind es auch weiterhin.

  13. 17+4 says:

    Wer hat die Freifunker zu der sog. Expertenanhörung eingeladen?

    Und wie stehen Sie zu deren Aussage:

    „unsere Position zu den Telekom Hotspots? Wir reden von einem digitalen Glas Wasser bei der Telekom handelt es sich um einen Tropfen..“ https://twitter.com/FreifunkHH

  14. Martin says:

    Für Hamburg ist das doch eine gute Sache wenn es mehr WLan gibt, egal von wem.

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