Notwendigkeiten zur Internationalen Gartenschau in Wilhelmsburg

Veröffentlicht am 18. Februar 2010 Keine Kommentare

Die Internationale Gartenschau wirft ihre Schatten voraus. Aktuell gibt es im Stadtteil Wilhelmsburg einen großen Streit über die für den neuen Park notwendigen Baumfällungen. In der Bezirksversammlung haben SPD und GAL seit Monaten von der igs die Vorlage eines Ausgleichskonzept gefordert. Bisher hatten wir nur eine Liste mit Fallanträgen erhalten. Uns reicht es aber nicht, nur eine Anzahl der zu pflanzenden Bäume zu erhalten. Stattdessen haben wir ein Gesamtkonzept gefordert, indem eine Gegenüberstellung des Verlustes von Biotopen und anderen Naturpotentialen zu den geplanten Aufwertungen im Wilhelmsburger Osten stattfindet.

Nun hat der beständige Druck gewirkt. Gestern hat die igs eine Verpflichtungserklärung abgegeben. Darin legt sie sich jetzt fest, bis zum 14. Mai Baumfällungen, Aufwertungs- und wasserbauliche Maßnahmen sowie Maßnahmen die Biotope betreffen transparent zu machen. Außerdem sollen alle Fällungen noch einmal auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden. Dadurch wird die Zahl der zu fällenden Bäume reduziert.

Nun soll ein Pflanzschema für die Ersatzfläche dargestellt werden und eine Gegenüberstellung der Fällungen und den geplanten Aufwertungen von Flächen geliefert werden. In den Verhandlungen hat die igs berichtet, dass mehr Baumfällungen beantragt worden sind, als tatsächlich gefällt werden sollen. Ferner hat sie zugesagt, dass möglichst wenig Bäume gefällt werden. Da nehmen ich sie beim Wort.

Vor allem haben wir der IGS abgerungen, dass die ersten Ausgleichspflanzungen bereits 2010 stattfinden. Die igs hat sich nun verpflichtet, bereits in diesem Jahr mit ersten Pflanzungen zu beginnen. Ein Jahr früher, als ursprünglich geplant!

Wir haben immer mehr Transparenz und einen strafferen Zeitplan bei den Ersatzpflanzungen gefordert. Hätte die IGS schon früher auf uns gehört, dann hätte es bedeutend weniger Aufruhr gegeben. Es ist gut, dass die igs mit der Verpflichtungserklärung nun auf unsere Linie einschwenkt.

So schwer es auch nachzuvollziehen ist, dass für einen neuen Park bestehendes Grün geopfert wird, so klar sollte jedem durch einen Blick auf die Pläne werden, dass durch die Gartenschau in Wilhelmsburg etwas wunderbares entsteht. Es mag die populärere Forderung sein, die Baumfällungen komplett abzulehnen. Doch entsteht durch die igs in Wilhelmsburg ein Park, der noch Generationen viel Freude bereiten wird. Wer die Gartenschau bejaht wird sich darüber im Klaren sein müssen, das ein Preis in Form von Umgestaltung und Fällungen zu bezahlen ist. Nur wer die igs und die IBA insgesamt ablehnt, kann die Maßnahmen im Ganzen kritisieren.

Die Verpflichtungserklärung der igs zum Download.

Kategorie : Politik
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