Ein Mann hat sich auf der Fahrt durch die Provinz verirrt und fragt einen Bauern nach dem Weg. Der Bauer kratzt sich am Kopf und antwortet nach einer Weile: “Wenn ich da hin wollte, dann würde ich nicht hier starten.”
Da ich mal wieder ein paar Firmen besuche, die ein CRM-System einführen möchten, kam mir dieser Witz in den Sinn. In letzter Zeit bekommen wir wieder häufiger Fragebögen mit haufenweise Anforderungen zum Abgleich. Ich antworte den Firmen ebenfalls, dass die Einführung eines CRM-Systems nicht mit 300 und mehr Fragen beginnen sollte.
Wenn Sie CRM einsetzen wollen, gibt es im Idealfall eine Reihe von klar zu benennende Problemen. Diese sollte man suchen, Lösungsansätze entwickeln und überzeugende Ziele formulieren. Für die Lösung dieser Probleme wird die Unterstützung der Geschäftsleitung oder des höheren Managements benötigt. Projekte, die mit ausufernden Fragebögen starten, haben diese in der Regel nicht. Das notwendige Korrektiv fehlt. Niemand spricht ein Machtwort, um die Problemlösung auf das Wesentliche zu beschränken.
Die Arbeit, die Sie vor der Umsetzung erledigen, bestimmt weitgehend über Erfolg oder Misserfolg. Effektive Planung und Definition der Anforderungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie geben den Ton an für alles, was folgt. Ohne Planung ist es fast unmöglich, etwas von nachhaltigem Wert zu schaffen. Der Abgleich umfangreicher Checklisten ist eine reine IT-Sicht und kein guter Ausgangspunkt für ein CRM-Projekt, denn hier geht es hauptsächlich um die Menschen.
Patrick Stewart hat dem Frontline Project ein Interview gegeben indem er sich zwar skeptisch zu Twitter äußerte, aber sich begeistert über die Möglichkeiten des Internets äußert und vor allem sein iPhone lobt. Er scheint es ja noch häufiger als ich in der Hand zu haben…
FRONTLINE “Digital Nation” ist ein Projekt, dass die Auswirkung der Digitalisierung auf die Menschen erforscht. Weitere Gespräche gibt es auf der Webseite. Diese Beiträge haben deutlich mehr Gehalt und offenbaren mehr über die Veränderungen der Lebensgewohnheiten durch das Internet, als die fragwürdigen Beiträge von Schirrmacher und Co, die wir hier in Deutschland vorgesetzt bekommen.
Seit exakt zwei Jahren läuft dieses kleine Blog nun. Zwei Jahre in denen viel passiert ist. Einiges davon kann man hier nachlesen.
Ein paar Zahlen hab ich schon bei meinem 350. Beitrag hinterlassen. Ich freue mich über die stetig steigenden Zugriffszahlen und vor allem über die zunehmende Stammleserschaft. Bedanken möchte ich mich bei jedem, der hier bereits einen Kommentar hinterlassen. Insbesondere an Bosch, der hier den allerersten Kommentar hinterlassen hat.
Als Geburtstagsgeschenk wünsche ich mir ein paar Tore unseres neuen Wunderstürmers. Vielleicht ja schon heute gegen die Kölner
Der Bezirk Harburg soll für 2009 eine Prämie in Höhe von 833.222 Euro für die Erschließung einer 26 ha großen Gewerbe- und Industriefläche bekommen, die komplett im Stadtteil Wilhelmsburg und damit im Bezirk Mitte liegt. Der dieser Erschließung zugrunde liegende Bebauungsplan Obergeorgswerder (Wilhelmsburg 86) wurde im September 2009 von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschlossen. Dem vorausgegangen sind seit Sommer 2008 intensive Beratungen in der Bezirksversammlung und dem Bezirksamt. Trotz allem erhält der Bezirk Harburg die volle Prämiensumme. Dies ist kein fairer Lastenausgleich! Ich bezweifle, dass die Finanzbehörde übersehen hat, dass Wilhelmsburg nun zum Bezirksamtsbereich Hamburg-Mitte gehört, sondern vermute eher ein System dahinter.
Hintergrund dieser Entscheidung der Finanzbehörde ist, dass der erste Entwurf des Bebauungsplans Wilhelmsburg 86 noch vom Bezirk Harburg erarbeitet wurde. Damals gehörte Wilhelmsburg noch zum Bezirk Harburg. Dies soll nun nach dem Willen der Finanzbehörde dazu führen, dass die Menschen in Wilhelmsburg komplett leer ausgehen, obwohl die Flächen in ihrem Stadtteil liegen. Die Bezirke erhalten vom Senat Gelder für die Erschliessung neuer Gewerbe- und Industrieflächen. Diese werden von den Bezirksversammlung dafür eingesetzt, dass Projekte vor Ort finanziert werden können.
Ich halte das für einen Skandal. Es ist eine große Sauerei, dass die Finanzbehörde den Bezirk Hamburg-Mitte bei der Prämienzahlung nicht berücksichtigt. Bereits beim Übergang von Wilhelmsburg hat sich Harburg an den Mitteln aus der Jugendhilfe bereichert, und die Finanzbehörde hat nur zugeschaut.
Gemeinsam mit der GAL bringt meine Fraktion nun einen Antrag in die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte ein. Darin werden die Senatsbehörden aufgefordert, für eine faire Regelung zu sorgen. Der Stadtteil Wilhelmsburg, der die Lasten durch zusätzlichen Verkehr und Lärm zu tragen hat, darf nicht leer ausgehen.
Aktuell sind wir vom Politcamp-Orgateam mitten in der heißen Phase der Organisation des Politcamp 10. Neben den vielen kleinen und großen Dingen gibt es auch eine Diskussion, ob wie und wo wir die Twitterwall aufstellen oder es ganz sein lassen…
Podium mit Twitterwall vom Politcamp09
Beim Politcamp 09 hatten wir die Twitterwall an der großen Wand hinter dem Podium im Hauptsaal. Das Problem war, dass die Teilnehmer auf dem Podium die Geschehnisse auf der Twitterwall nicht mitbekamen oder sich mehr oder weniger verenken mussten. Nun sind Politiker ja bekanntlich für ihr flexibles Rückgrat bekannt, aber in der Rückschau hat das die Diskussion irgendwie gestört.
Nun sind wir am überlegen, wie wir mit der Twitterwall umgehen soll. Mathias Richel fordert schon lauthals den Tod der Twitterwalls und findet sie unhöflich. Das einige Beiträge von der Diskussion ablenken und nicht jeder Tweet der Diskussion geholfen hat, konnten wir auf dem PC09 auch beobachten. Aber sie deswegen gleich ganz abschaffen?
Ein Feedbackkanal kann eine Diskussion ungemein bereichern. Dieser gibt auch den Teilnehmern ausserhalb der Veranstaltung und des Panels Gelegenheit auf die Diskussion einzuwirken. Deshalb sollte eine Diskussions-Wall in jedem Fall Teil des Panels sein. Ob dies nun eine unmoderierte Twitterwall ist oder die Einblendung von Fragen aus dem Auditorium ist noch offen. Im letzten Jahr gab es eine zweite Twitterwall in der Lounge, dass wird es auch wieder geben. So bekommt man auch ausserhalb des großen Saals die Diskussion mit. Über den großen Saal und das Podium zerbrechen wir uns derweil noch ein bisschen den Kopf.
Wenn jemand konstruktive Vorschläge hat, wie das Problem gelöst werden kann, dann gerne her damit!
Mir wurde in letzter Zeit häufiger die Frage gestellt, ob Privatleute Salz zum Enteisen der Gehwege benutzen dürfen. Dies ist von Kommune zu Kommune anders. In Hamburg ist die Sache aber eindeutig im Hamburgischen Wegegesetz geregelt:
§ 33.2: „… Tausalz und tausalzhaltige Mittel dürfen nicht verwendet werden. …“:
Auch wenn die Baumärkte das Zeug säckeweise verkaufen, ist der Einsatz in Hamburg nicht erlaubt, da das Salz die Umwelt erheblich schädigen kann. Stattdessen muss der Schnee geräumt werden und es muss auf abstumpfende Streumittel ausgewichen werden. Dazu gehören z.B. Split, Sand und Kies. Gut sortierte Baumärkte bieten auch salzfreie Streumittel mit dem Blauen Engel.
Aus dem aktuellen Newsletter des Hotel Reservation Service (HRS):
die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen auf 7% zu Beginn dieses Jahres hat in der praktischen Umsetzung zu zahlreichen Herausforderungen bei Ihnen und in der Hotellerie geführt.
Kernpunkt der Problematik ist der Frühstückspreis, der nach wie vor mit 19% besteuert wird. Die bisher geltende Vereinfachungsregel mit der Pauschalbesteuerung bei Inklusivpreisen greift dementsprechend nicht mehr, da der Frühstückpreis nun auf der Hotelrechnung separat ausgewiesen werden muss. In der Folge wird Geschäftsreisenden, die ihre Hotelkosten mit dem Arbeitgeber abrechnen, der volle Frühstückpreis abgezogen. Es sei denn, und hier wird es kompliziert, der Arbeitgeber hat bereits bei der Hotelbuchung das Frühstück für seinen Mitarbeiter mit gebucht, sofern er es für ihn übernehmen möchte. In diesem Fall kann das Frühstück in voller Höhe erstattet werden, es muss nur noch vom Arbeitnehmer als Sachbezug versteuert werden. Hierzu muss die entsprechende Buchungsbestätigung schriftlich vorgelegt werden.
Da hat die neue Bundesregierung den Hotelbetreibern und den Gästen ja ein schönes Ei ins Nest gelegt. Da wird einer einzelnen Branche ein tolles Geschenk gemacht und dann stöhnt die auch noch darüber! Wir wollen jetzt nicht die Beweggründe kommentieren, machen schon andere. Aber der gesamte Vorgang ist schon ein Stück aus dem Tollhaus.
Findige Hoteliers gehen nun dazu über Pakete anzubieten, die neben dem Frühstück noch weitere Leistungen wie kostenfreies Parken, Internetnutzung usw. enthalten. Solcher Pakete werden pauschal mit 19% versteuert. Somit muss der Frühstücksanteil nicht separat ausgewiesen werden.
Die Konsequenzen: Mehr Bürokratie für alle Beteiligten und die Beschäftigten zahlen als Steuerzahler die Zeche doppelt. Was Schwarz-Gelb hier gemacht hat, ist Pfusch zum reduzierten Steuersatz. Da wurde ein Gesetzesvorhaben über das Knie gebrochen, um wenigstens ein Wahlkampfversprechen zu halten. Oder glaubt irgendwer, dass am Ende des Tages ein “einfacheres und gerechteres Steuersystem für alle” von der Irrfahrt des Merkel-Westerwelle-Tandems übrig bleibt? Wer das glaubt, der glaubt wohl auch, dass das “Wachstumsbeschleunigungsgesetz” Wachstum beschleunigt…
Tausende Amerikaner haben sich in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, welche Frage sie Barack Obama stellen sollen. Ein paar dieser Fragen wird er heute um 13:45h EST (18:45h MEZ) auf YouTube beantworten. Diese Aktion ist Teil des CitizenTube-Projekts und stellt eine Art digitales Town Hall-Meeting dar.
Die Fragen drehen sich um die bekannten Themen der gegenwärtigen amerikanischen Politik: Gesundsheitsvorsorge, Irak, Afghanistan und die Weltwirtschaftskrise. Einige wollen auch wissen, wie Obama über UFOs denkt. Die derzeit populärsten Fragen drehen sich aber um ein anderes Thema: Legalisierung von Cannabis. Bereits im letzten Jahr waren in drei von elf Kategorien diese Fragen an der Spitze. Obama hat dies mit der Bemerkung gekontert, was diese Fragen wohl über die Online-Community aussagen, bevor er die Legalisierung dann ablehnte.
Nun kenne ich die amerikanische Gemütslage nicht so genau. Es kann ja sein, dass angesichts der ökonomischen Situation und der schwierigen Lage einige Menschen in die Betäubung fliehen möchte. Aber sicherlich liegt die Erklärung woanders. Und dies ist die Kehrseite von Online-Befragungen wie dieser: die YouTube-Community ist nicht repräsentativ für den Rest. Eine gut organisierte Community kann schnell die Diskussion dominieren. Sie sind gut vernetzt und können die Abstimmungsmechanismen geschickt beeinflussen.
Aber dies erleben wir auch Offline. Bei Anhörungen zu den verschiedensten Themen tauchen immer auch organisierte Gruppierungen auf. Wer einmal bei einer öffentlichen Plandiskussion zu einem Bebauungsplan war, der kann ein Lied davon singen. Einzelne Bürger haben es da manchmal schwer, sich für ihr Anliegen Gehör zu verschaffen. Und trotzdem erfüllen diese Diskussionen ihren Zweck und bringen die unterschiedlichsten Positionen zusammen. Niemanden käme auf die Idee, diese wieder abzuschaffen.
Vielleicht erleben wir in Deutschland ja auch irgendwann mal ein Online Town Hall-Meeting. Die Zeit dazu wäre langsam mal reif!
Jeder, der einen Blog betreibt, kennt das Problem des Kommentarspams. Allein an diesem Wochenende hat das Akismet Plugin 22 Spamkommentare geschluckt.
Wenn ich mir diesen Mist anschaue, der dort als vermeintlicher Kommentar hinterlassen wird, dann ist das Meiste davon irgendein sinnloses Sammelsurium fragwürdiger medizinischer Produkte oder Links auf Webseiten, von denen Pokerspielchen noch die harmloseste Form des Zeitvertreibs sind. Besonders nervig ist auch die Firma Tecadress, die hier seit Wochen ihr Unwesen treibt. Wird zum Glück alles zuverlässig von Akismet aussortiert.
Das Plugin macht also einen guten Job. Noch!? Aber in letzter Zeit kommen immer mehr Kommentare, die erst auf den zweiten Blick als Spam erkennbar sind. Da wird man dann für den Beitrag kurz gelobt oder ein kurzer Spruch hinterlassen, der bei einem anderen Beitrag sogar Sinn machen würde. Bei einem Eintrag wird sogar ein Name eines anderen Kommentators eingefügt.
Hab nur ich das Gefühl oder werden die Spammer cleverer?